CFIU

CFIU (Character first initiative Uganda) ist eine NGO, die durch Jugendliche des Kalungu County in Uganda gegründet wurde. Die Jugendlichen wollen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen und sich aktiv den Herausforderungen in ihrer Community stellen. Sie arbeiten dabei ausschließlich ehrenamtlich. Mizizi unterstützt die junge Organisation beim Bau eines Hühnerstalls, dessen Einnahmen einem Kinderheim zugutekommen werden. Die Finanzierung des Hühnerstalls ist dabei so aufgebaut, dass er sich nach der Startfinanzierung von Mizizi eigenständig tragen kann und keine weitere finanzielle Unterstützung benötigt.

Was ist das Problem?

Die Aids-Pandemie hat in Uganda große Spuren hinterlassen. Durch den mangelnden Zugang zu Aufklärung und Medikamenten hat die Pandemie viele Tote gefordert und einige Kinder haben dadurch ihre Eltern verloren. Waisenkinder sehen sich in Uganda mit großen Herausforderungen konfrontiert. Sie werden häufig von Verwandten aufgenommen, für welche die Waisenkinder aufgrund des oft geringen Einkommens eine zusätzliche Last darstellen. Aufgrund der knappen finanziellen Mittel werden die eigenen Kinder gegenüber den aufgenommenen Waisenkindern häufig bevorzugt, die Waisenkinder können dann weder zur Schule gehen noch ausreichend medizinisch versorgt werden. Wenn die Waisenkinder keine Familienangehörigen haben, die sie aufnehmen können, sehen sie sich mit einem Leben auf der Straße konfrontiert. Das hat zur Folge, dass Waisenkinder in Uganda kaum Zukunftsperspektiven haben und häufig in großer Armut leben.

Wie hilft CFIU den Waisenkindern in ihrer Community?

CFIU betreibt ein Kinderheim in Nabusanke. In diesem Heim leben 60 Kinder, die von ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Organisation betreut werden. Neben grundlegenden Dingen wie regelmäßigen Mahlzeiten und medizinischer Versorgung legt CFIU auch großen Wert darauf, den Kindern eine Zukunft ohne Armut zu ermöglichen. Durch ugandische Spender:innen und verständnisvolle Schulleiter:innen können die Kinder zur Schule gehen. Des Weiteren erhalten die Kinder während ihrer Zeit im Heim eine kleine Ausbildung, z.B. lernen sie Kochen, Nähen oder Haare schneiden und flechten. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, im zum Heim gehörenden Getreideanbau Erfahrungen in der Landwirtschaft zu sammeln. Wenn sie das Alter erreicht haben, ab dem sie eigenständig für sich sorgen können, erhalten sie dann eine kleine Grundausstattung (z.B. eine Nähmaschine oder Kochutensilien für den Essensverkauf auf der Straße), um finanziell unabhängig zu sein. Mit abgeschlossener Schulausbildung und finanzieller Unabhängigkeit werden die Jugendlichen dann häufig sehr herzlich wieder bei ihren Verwandten aufgenommen, was den Jugendlichen zusätzlichen Halt gibt.

Wie kann ein Hühnerstall helfen?

Die Covid-19 Pandemie hat das Kinderheim vor eine große Herausforderung gestellt. Einige Kinder des Heims konnten vorher in Internaten zur Schule gehen und nur an den Wochenenden in das Heim kommen. Die restlichen Kinder erhielten in den Schulen Mahlzeiten, welche nicht von dem Kinderheim gestellt werden mussten. Die Covid-19 Pandemie hatte zur Folge, dass sämtliche Schulen in Uganda geschlossen wurden und plötzlich alle 60 Kinder Vollzeit im Kinderheim untergebracht und verpflegt werden mussten. CFIU hat dadurch große Probleme den Kindern ausreichend Essen zur Verfügung zu stellen.

Der Hühnerstall liefert zum einen Hühnerfleisch und Eier, was zu einer ausgewogenen Ernährung der Kinder beitragen wird. Des Weiteren wird ein Großteil der Eier verkauft und die Einnahmen kommen dem Kinderheim zu Gute. Der Hühnerstall trägt sich finanziell selbst, Mizizi liefert die Startkosten, später bleibt vom Erlös der Eier so viel Geld übrig, dass die Fixkosten des Stalls problemlos gedeckt werden können und ausreichend Geld zur Unterstützung der Kinder des Heims übrig bleibt. Auch wenn die Schulen in Uganda teilweise wieder geöffnet haben und irgendwann alle Kinder wieder wie gewohnt zur Schule gehen können, werden die Erlöse des Hühnerstalls enorm dabei helfen, den Kindern eine glückliche Zukunft ohne Armut zu ermöglichen. Zusätzlich wird ihnen neben dem Getreideanbau die Aufzucht von Hühnern näher gebracht, ein wichtiger Baustein für die spätere finanzielle Unabhängigkeit.